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Blogs – Life in a nutshell

Blogs gelten als tot oder veraltet. So sagt man im Internet jedenfalls. Die Zeit großer Texte sind vergangen, weil man sich doch durch kurze Videos die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege antrainiert hat. Inhalte werden kompakt geliefert. Maximal ein paar Minuten oder eine bestimmte Anzahl an Zeichen. Aber warum eigentlich lesen, wenn man einfach nur durch hübsche Bilder scrollen kann. Die Beschreibung zum Bild wird zur Nebensache und oft gänzlich ignoriert. Andere Plattformen bieten zu allen Fragen des Lebens Diskussionsrunden. Jeder kann und darf mitreden.
Ich bin früher vielen Blogs gefolgt. Neulich ist mir eine Liste von diesen wieder in die Hände gefallen. Leider gibt es viele von Ihnen nicht mehr oder sie sind ein Opfer von Kommerz geworden. Ich gönne jedem seinen Erfolg. Aber wo ein Blog sich früher der Entstehung und Varianten von einem Thema gewidmet hat, gibt es nun einen Onlineshop, damit man sich diese kaufen kann. Das ist schade. Genau wie andere Social Media Kanäle geht es kaum noch um die Verknüpfung untereinander und einen Austausch. Es geht um die eigene Präsenz in positivem Sinn und Marketing. Früher fühlten sich Blogs heimelig an. Da ist jemand, der meine Leidenschaft teilt, mit dem man sich austauschen kann. Und selbst die paar mit einem kleinen Gewerbe dahinter fühlten sich gut an.
Aber die höher, besser, weiter Mentalität macht nicht halt. Jedes Hobby und jedes Thema sollte Gewinn bringen und profitabel vermarktet werden. So suggeriert es einem jedenfalls das Internet. In etwas einfach aus Leidenschaft Zeit zu investieren rentiert sich nicht.
So etwas nannte sich früher Hobby und ist legitim, auch wenn es kein Geld bringt und Arbeit damit einhergeht. Und genau dahin möchte ich auch mit diesem Blog zurück. Als Kind und junge Erwachsene war ich damit zufrieden, allein in meinem Zimmer kreativ zu sein. Als ich vor etwas über 10 Jahren mein erstes Smartphone bekam und die Welt von Instagram und Co eingeführt wurde, nahm das Gefühl zu Bestätigung im Außen suchen zu müssen. Aber damit ist nun Schluss.
Ich werde diesen Blog aus reinem Spaß erstellen. Ob er Leser*innen gewinnt, wird sich zeigen. Es ist mein virtuelle zu Hause und soll meine Gedanken wiedergeben. Wenn sie andere zum Nachdenken anregen, Inspiration bieten oder einfach nur unterhaltsam sind, freut es mich. Wenn jemand einen Kommentar dalässt und sich daraus eine angeregte Unterhaltung ergibt, umso schöner. Aber ich sehe es nicht als Grund, diesen Blog zu erstellen. Abgesehen davon sind mir in den letzten Monaten etliche Blogs begegnet, die mit KI-Inhalten glänzen. Schlechte KI-Bilder mit platten KI-Texten. Kein persönliches Sprachmuster zu erkennen, sondern platte aneinanderreihungen ohne Tiefgang. Das wird euch hier nicht passieren. Ich schreibe und erstelle die Bilder selber.
Also schnappt euch euer liebstes Getränk und einen Snack und macht es euch gemütlich, denn ich habe euch einiges zu erzählen.

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